Watchlist

Filme, die einen Blick wert sind

Nach dem Abitur hat man bekanntlich etwas mehr Zeit, um sich langen Filmabenden zu widmen. Leider hat es mich eine lange Suche gekostet, Filme zu finden, die mich wirklich interessieren. Nun stehe ich mit drei Filmen da, denen ich mich in der nächsten Zukunft zuwenden werde. Ich hoffe, dass sie genauso "anders" sind, wie sie auf den ersten Blick wirken - Filme eben, die man nicht so oft im Kino trifft.

Dead Man, 1996

Dieser Film ist älter als ich. Normalerweise schrecken mich schwarz-weiß Filme erst einmal ab. Als ich den jüngsten Johnny Depp, den ich je auf einem Filmcover gesehen habe, im Trailer zu diesem Film gesehen habe, war ich erst einmal sehr fasziniert. Ich freue mich darauf, Johnny Depps erste Schritte in die Filmwelt zu sehen - richtig klassisch in schwarz-weiß.
Die Handlung besticht durch durch den typischen "Anti-Western-Stil" und setzt Depp als William Blake in den Mittelpunkt. Die Wandlung der Figur durch Zufall und Schicksal sind für mich größter Grund, den Film zu schauen und gleichzeitig Mittelpunkt der Handlung. Blake möchte im Westen beginnen, als Buchhalter zu arbeiten, findet die Stelle jedoch vergeben vor, als er eintrifft. Als er auf dem Zimmer einer ehemaligen Prostituierten ihren Ex-Verlobten erschießt, findet er sich als gejagter Krimineller wieder. Durch eine Pistolenkugel verwundet, wird er vom Indianer Nobody gerettet und gepflegt. Mit der Zeit wird aus dem prüden und naiven Buchhalter ein kaltblütiger Mörder.
Ich gebe zu, dass ich den Film hauptsächlich sehen will, weil ich wissen möchte, ob Johnny Depp schon immer so gut war, wie er heute ist. Außerdem baut er eine Brücke in eine alte Filmwelt, in die ich mich sonst nicht hinein wage. Die Meinungen zu diesem Film sind so breit gefächert, dass man schon allein deswegen wissen will, ob man zur Fraktion "wunderbar" oder der Gegenseite "unglaublich schrecklich" gehört. Ich werde sehen!

Egon Schiele, 2016

Kunst mag ich sowieso, Biografien fasst noch mehr. Deswegen sind beide folgenden Filme aus ihren ganz persönlichen Gründen sehr reizvoll.
Die Bilder von Egon Schiele mag ich ehrlich gesagt nicht. Deswegen finde ich aber den Film über ihn so interessant. Weil er erklärt, wie ein derart exzentrischer Mann, seinen ganz eigenen, vorher noch nie gesehenen Weg in die Kunstwelt gefunden hat. Ich muss schließlich nicht mögen, was Schiele auf die Leinwand gebracht hat, um ein Blick in sein außergewöhnliches Leben werfen zu wollen.
Die Handlung selbst hangelt sich an Schieles zahlreichen Liebschaften entlang. In diesem Fall finde ich das äußerst passend, denn Sex und nackte Frauenkörper wahren -der- Gegenstand seiner Kunst. Vorwiegend wird aber ein außergewöhnlicher Charakter gezeigt, der zwar die (Kunst-)Welt ein Stück veränderte, mir aber derart unsympathisch ist, dass ich schon wieder unglaublich neugierig bin.
Zusammenfassend ist die Geschichte hinter seinem berühmtesten Bild "Tod und Mädchen" erzählt. Der Trailer macht durch Anspielungen auf einige bekannte Bilder neugierig und baut so eine Verbindung zwischen Film und den Eindrücken einer Kunstgalerie. Da ist es klar, dass ich gepackt bin.

Paula, 2016

Paula ist die Biografie zur Künstlerin Paula Modersohn-Becker. Eine Künstlerin, deren Bilder ich anders als im voran gegangenen Beispiel sehr gerne mag. Genauso sympatisch wie ihre Bilder ist mir auch ihre Person, wie sie im Trailer gezeigt wird. Ähnlicher Inhalt, aber andere Intention als beim Film über Schiele. Ich bin gespannt, welcher der beiden Filme schließlich fesselnder ist, da ich diesen Film eigentlich nicht sehen will, weil mich die Person an sich fasziniert wie bei Schiele, sondern weil ich die Künstlerin und ihr Aufbäumen gegen ihre patriarchalische Zeit und Gesellschaft schlicht und einfach mag.
Inhaltlich dreht es sich um Paulas unermüdlichen Kampf, in der von Männern dominierten Kunstwelt Fuß zu fassen. Man findet nicht viele Künstlerinnen in der Kunstgeschichte, deren Namen man nicht wieder vergisst, aber Paula Modersohn-Becker hat es trotz aller Mühen geschafft. Im Laufe der Handlung findet sie in ihrem Ehemann ihren verständnisvollsten Unterstützer, von dem sie in der Ehe durch ihre andauernde Suche nach Freiheit viel abverlangt. Wie bei so vielen Künstlern endet Paulas Geschichte traurig - aber nicht im Selbstmord, wie es diese Berufsgruppe vermuten lässt.

Charlotte



Charlotte Salomon war eine Künstlerin, die mir bis vor kurzem noch vollkommen unbekannt war. Umso schöner ist es, dass ich ihr Leben durch Foenkinos Biografie über die Künstlerin entdecken konnte. „Schön“ ist in diesem Zusammenhang wahrscheinlich das falsche Wort. Wie das Leben vieler anderer endete das Schaffen der 27 jährigen, schwangeren Künstlerin mit ihrem Tod in den Gaskammern des KZ Ausschwitz/Birkenau.

Der Baum des Lebens



 Die Evolution

Im Rahmen eines Kurztrips nach Berlin der mich neben einem beeindruckenden Ausflug in die Kunsthalle auch in das Kulturkaufhaus Dussmann führte, bekam ich die Möglichkeit, in einer der größten Kinderbuchabteilungen zu stöbern, die ich je gesehen habe. Auf meiner Jagd nach interessanten Büchern bin ich auch in der bunten Welt der Kinderbücher fündig geworden – wie sollte es auch anders sein.

Schmetterlinge

von Maria Sibylla Merian

Meine Suche nach Illustrationen im Bereich der Erwachsenenliteratur geht weiter. Als ich auf der Website des Gerstenbergverlags stöberte, viel mir das kürzlich erschienene Buch über die Insektenzeichnungen von Maria Sibylla Merian ins Auge. Eigentlich finde ich Insekten mehr als abstoßend. Da das Buch jedoch mit „Schmetterlinge“ betitelt war, konnte ich mich dennoch durchringen. Schließlich sind Schmetterlinge nicht allzu haarig und abartig, wenn man nicht allzu genau hinschaut.

frühlingshafte Geschenkpapiere



©Swantje Schurig

 

Papiere aus Shakespeares Gärten und den Kew Gardens

Ich bin ein großer Freund von gut gedrucktem und außergewöhnlich gestalteten Geschenkpapier. Deswegen greife ich gerne zu Papierheften, da man auf diese Weise meistens schöneres und besseres Papier bekommt. Meistens zahlt sich der Preis aus! Es gibt leider unendlich viele verschiedene Hefte dieser Art. Um Papier zu finden, dass sich nicht nur zum Geschenke verpacken eignet, sondern auch für Bastel- und Gestaltungsaktionen, kann man schon mal lange suchen. Zwei bessere Vertreter auf dem bunten Markt der Geschenkpapiere sind die vom Gerstenbergverlag.

Grundlegendes

Passend zum Frühling, und meinem eigenen Geschmack, sind beide Hefte floral bzw. natürlich gehalten. Was Illustrationen angeht, sind Garten und Natur eifach einige meiner Lieblingsthemen.
In jedem Heft finden sich 5 verschiedene Motive, die jeweils zwei mal abbgeheftet sind. Die Größe der Papiere ist wie gewohnt - nicht sonderlich klein, aber auch nicht riesig. Aus meiner Sicht haben sie die perfekte Größe, um entlang der Falskanten das Papier zu zerschneiden, damit man hässliche Knicke so gut wie möglich umgeht. Im Gegensatz zu manchen Geschenkpapiersammlungen, die giganströse Formate annehmen können, haben diese beiden Exemplare eine Größe, die es erlaubt, sie leicht zu verstauen. Dadurch muss man jedoch Abstriche machen, was die Knicke im Papier angeht. Wer große Flächen bekleben will (z.B. Ordnercover) muss entweder damit leben, dass das Papier nicht eben geklebt werden kann, oder zu Papierrollen greifen.

Papier, Druck und Motive

Ich denke, man konnte heraus hören, dass ich solche Papiere eher zum Basteln verwende, als zum Geschenke verpacken. Dementsprechend haben sich meine Ansprüche ein wenig angehoben.
Besonders wunderbar ist, dass das Papier matt bedruckt ist. So haftet Klebestreifen gut und es lässt sich gut mit anderem Papier verkleben.
Auch die Dicke ist wunderbar gewählt - es lässt sich verarbeiten, ohne beim kleinsten Ausrutscher haltlos zu reißen. Trotzdem ist es nicht zu störrisch, um es halbwegs gut aussehend um Geschenkecken zu biegen. Nur raffen lässt es sich eben nicht- aber man kann nicht alles haben!
Der Druck an sich ist sehr genau. Bei den Papieren zu den Kew Gardens noch eher als bei Shakespeares Gärten. Wenn ich genug Platz hätte, würde ich mir das ein oder andere Exemplar einrahmen, weil die Papiere fast Kunstdruck Qualitäten vorweisen können.
Zu den Motiven muss nicht viel gesagt werden: Besonders die aus dem Kew Gardens Heft sind wirklich besonders und wunderschön. Shakespeares Gärten sind heller und fröhlicher gehalten, aber nicht so außergewöhnlich wie die botanischen Illustrationen, wie man sie schon aus den gleichnamigen Köchbüchern kennt.


Shakespeares Gärten 

Illustriert von Stephan Schöll
Verlag: Gerstenberg
EAN 42509159-3132-6
für 9,95 Euro kaufen










 

 

 

Kew Gardens

illustriert von Stephan Schöll
Verlag:Gerstenberg
EAN 42509159-3133-3
für 9,95 Euro kaufen

 


Jane Austen

 

eine Entdeckungsreise durch ihre Welt

Jane Austen ist ein großer und bekannter Name in der Welt der Bücher. Die einen himmeln ihn an, die anderen machen einen großen Bogen um das mit rosa Blümchen besetzte Image Jane Austens. Wer sich die großen Fragen rund um die Autorin beantworten will, ist mit diesem Buch gut bedient.